Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

13.02.19

hund_700_46299229

Zum Wohle der Hunde: Pfötchen weg von Schokolade und Salami

Ach so ein lieber Schatz! Wie süß er doch wieder das Geschehen in der Küche und am Esstisch beobachtet, dabei die Öhrchen spitzt und sogar Männchen macht! Das berühmte Motto, dass „Einmal“ ja schließlich „kein Mal“ ist, ist die willkommene Ausrede für den Tierhalter mit Herz, sich erweichen zu lassen, dem Vierbeiner ein Leckerli vom Tisch oder aus dem menschlichen Kochbereich zu reichen – und dieser lässt sich das natürlich auch schmecken. Die Summe aus diesen Einmaligkeiten ergibt dann Hunde mit Übergewicht, die nicht selten auch noch krank sind – und die Erkrankungen kommen wahrlich nicht immer nur von der anerzogenen Gefräßigkeit, der übrigens nur einer eigenverantwortlich nachgibt: Der Tierhalter, der eigentlich keine Ausrede für diese Art der Tierquälerei  haben sollte. Auch unsichtbar für den Laien haben Fehlernährungen Folgen, die im schlimmsten Fall den Tod eines Tieres zur Folge haben können.

Dieser Artikel ist bewusst schroff formuliert, denn immer wieder wird Tierliebe mit dem Füttern verwechselt. Darunter leiden die Tiere nicht selten deutlich sichtbar, aber auch insgeheim, wie jeder Tiermediziner bestätigen wird. Wachrütteln muss man jene, die wirklich alles für ihr Tier geben wollen (und finanziell auch können), dabei aber beachtliche Fehler machen. Schütteln möchte man aber auch jene, die einerseits das Tierfutter nach dem „Hauptsache billig“ Prinzip einkaufen, andererseits aber so viel Wurst, menschliches Essen und Bonbons reichen, dass man vom Gegenwert dieser Beigaben nicht nur wirklich klasse Hundefutter kaufen könnte, sondern oftmals direkt noch einen zweiten Hund gesund und ausgewogen satt bekommen könnte.

Was ist schon dabei? Ist doch nur ein Stück Schokolade!

Wir Menschen belohnen uns mit Süßigkeiten aus den verschiedensten Gründen. Schnöder Appetit, aber auch Frust, Einsamkeit, Erfolg wie Misserfolg – einen Grund gibt es immer. Dann sitzen wir genüsslich kauend auf den Sofa, mampfen Kalorien in uns hinein und der Hund hockt daneben und schielt hungrig bettelnd nach Herrchens oder Frauchens Hand. Die tollsten Kunststücke fallen den Tieren ein, um das weiche Herz der Menschen zu überzeugen, falls das überhaupt nötig ist, denn ganz oft wird aus Solidarität sogar ohne Aufforderung des Hundes liebevoll geteilt. Gleiches gilt für das dick belegte Wurstbrot, von dem ein gebuttertes Eck mit dick Schinken oder Salami doch immer auch für Bello übrig sein muss – oder?

Zu viel Fett ist nicht nur für den Menschen schädlich – auch der Hund bekommt davon etliches zu viel auf die Hüften. Zudem kann der Hund mit Salz und anderen Gewürzen im Essen nicht so gut umgehen. Dass Zucker (aus jeder Art menschlicher Süßigkeiten, Kuchen und Kekse) für Hunde schädlich ist, sollte sich ja eigentlich herumgesprochen haben, es bewegt die Menschen nur leider nicht zum Umdenken. Dies betrifft dann das Gebiss, aber auch die sonstige körperliche Gesundheit der Tiere. Dies ist aber noch längst nicht alles der möglichen Negativ-Folgen der falsch verstandenen Liebe zum Hund: In vielen menschlichen Lebensmitteln sind auch Stoffe enthalten, die der Hundekörper gar nicht vertragen kann. Ein Beispiel von vielen: Die Schokolade. Diese besteht aus Fett und Zucker, enthält daneben aber beispielsweise auch Theobromin – für Hunde und Katzen eigentlich unverträglich. Dieser dem Koffein ähnliche Stoff bleibt im Körper der Tiere über Tage erhalten, da er nicht aufgespalten werden kann. Gibt man nun dem Hund jeden Tag ein Stückchen Schokolade, reichert sich dieser Stoff im Körper so sehr an, dass es bis zum Herzinfarkt kommen kann. Beim Verzehr einer größeren Menge könnte es sogar mehrere Tage nach der Aufnahme noch zu einem Infarkt oder zumindest anderen, desaströsen Herzproblemen kommen. Hält man sich das einmal vor Augen, sollte man eigentlich den klaren Entschluss fassen, dass man dem Hund viel mehr Liebe entgegen bringt, wenn man ihn artgerecht, zuckerfrei, fettarm und nicht mit menschlichen Lebensmitteln füttert.

Die Folgen von Übergewicht beim Hund

Wir Menschen neigen dazu, die Folgen unseres eigenen Übergewichts herab zu spielen. Doch es ist, wie es ist: Die Adipositas führt zu Gelenkbeschwerden, Herzerkrankungen, Diabetes mit all ihren schlimmen Folgen von Erblindung über Durchblutungsstörungen bis hin zu Nierenversagen und so weiter. Sie denken, das ist nicht immer so und mein Hund bleibt davon sicher verschont? Fragen Sie einmal Ihren Tierarzt nach den Auswirkungen des Übergewichts für den Hund. Da wird nichts beschönigt, nichts übertrieben – die nackte und schonungslose Wahrheit ist, dass Menschen und Tiere durch Übergewicht krank werden und viele Jahre des Lebens eingeschränkt und mit Leiden verbunden zu leben sind.


Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Blogs filtern

bubeck-logo1950e98a2

Fertignahrung hat einen schlechten Ruf. Billige Füllstoffe, zu wenig Fleisch usw. Doch stimmt das Wirklich? Ist Fertigfutter für den Hund schlecht? Wir von Bubeck stellen natürlich Fertigfutter her und sollten aus diesem Grunde jetzt nicht gegen Trockenfu

interzoo_2014_5dae8c

Hält ein Hund Einzug ins Haus, so ist der Welpe im besten Fall bereits an ein Hundefutter gewöhnt - ein guter Züchter wird Auskunft über die verabreichte Nahrung geben und vielleicht sogar ein kleines Säckchen mitgeben, damit die ersten Tage problemlos ü

bubeck-logo_1930_bis_194533f28

Nachhaltigkeit sollte in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert haben und man kann auch sehen, dass immer mehr Menschen über dieses Thema nachdenken. Klar ist vor allem, hierzu gibt es viele Ansätze unter anderem auch bei unseren Haustieren. Ei

dog-889350_1280e96b3

Dass es unterschiedliche Futtererzeugnisse für Katzen und Hunde gibt, ist keine Marotte des Handels, sondern hat seinen Grund darin, dass beide Haustierarten unterschiedliche Bedürfnisse haben, die es durch das jeweilige Futter zu befriedigen gilt. Nur, w

interzoo_2014_39b0a4

Es ist an der Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen: Vielen Tierbesitzern ist es noch gar nicht bewusst, welchen Aufwand man sich sparen kann, wenn Bubeck als Partner für die Tierversorgung ins Haus geholt wird. Unser Service für Sie umfasst vie

weimaraner-1381186_1920c6aeb

Die Ernährung der Hunde ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Man nimmt an, dass der Hund schon weit über 35.000 Jahre als Begleiter und Helfer des Menschen dient. In dieser Zeit hat sich der Hund sehr verändert, nicht ganz ohne das Eingreifen

dog-1343049_1920fd5a6

Wie pädagogisch wertvoll es ist, wenn Kinder zusammen mit Tieren aufwachsen, ist hinlänglich bekannt. Allerdings gibt es für alle Beteiligten Regeln und Vorgaben, die zugunsten eines sicheren Miteinanders unbedingt eingehalten werden müssen. Die wichtigst

mann-mit-hund76ebb

Eine pauschale Antwort, ob für den eigenen Hund ein Geschirr oder Halsband besser geeignet ist, kann nicht gegeben werden. Dies ist von Rasse und Charakter des Tieres, von seiner Erziehung, aber auch von anderen Faktoren abhängig. Optimal wäre es, wenn de