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17.02.19

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Sozialverhalten: Hunde unter sich

Schon oft gab es Sketche, in denen Menschen nachstellten, wie Hunde sich unter Ihres Gleichen verhalten. Für den Menschen sind diese Rituale und Situationen deswegen komisch, weil die Angewohnheiten der Tiere für den Menschen undenkbar und in den Instinkten nicht verankert sind.

Jeder, der auch nur ein einziges Mal einen Hund Gassi geführt hat und dabei auf einen Artgenossen seines Vierbeiners gestoßen ist, kennt die scheinbare endlose Prozedur des „Sich-Beschnüffelns“. Am liebsten am Hintern und so intensiv und ausdauernd, dass es schon beinahe skurril wirkt. Dabei wedelt der Schwanz eifrig hin und her, gehen die Ohren nach hinten, ertönt unter Umständen leichtes Jaulen oder Fiepen oder wird geknurrt – je nach Sympathie oder Antipathie, je nach Situation und Angst oder Freude.

Der Unterschied ist nicht nennenswert, ob es sich nun um gleichgeschlechtliche Hunde oder Männlein und Weiblein handelt, die da aufeinander treffen. Ebenso ist es nahezu irrelevant, ob sich die beiden Hunde völlig fremd sind, sich ab und an schon begegneten oder sogar zusammen wohnen.

Der Geruchssinn macht’s: Ein Hund kennt den anderen

Nicht selten treffen sich Hunde immer wieder beim Spaziergang im Park oder zur Spielestunde auf einer Wiese. Man möchte nun meinen, dass nach dem ersten Kennenlernen das Thema „gründlich beschnuppern“ seine Wichtigkeit verliert – doch weit gefehlt. Das Ritual ist jedes Mal gleich, selbst, wenn sich die Tiere offensichtlich gegenseitig wieder erkennen. Dennoch wird genauestens nachgerochen, werden tänzelnd und wedelnd die Artgenossen umkreist und auf diese Art und Weise begrüßt. Neben dem Hinterteil ist das Maul, sind aber zum Beispiel auch die Ohren des Gegenübers besonders interessant. Gespielt oder weiter gegangen wird dann selbstverständlich erst, wenn dsie Nasen-Prozedur beendet ist.

Ebenfalls ein vom Menschen eher skeptisch beäugtes Ritual ist das sogenannte Rammeln, das offensichtlich nicht unbedingt etwas mit dem sofortigen Wunsch nach Fortpflanzung zu tun hat. Bemerkenswert hierbei ist nämlich, dass oft auch ein Männchen ein anderes bespringt, ganz gleich, ob kastriert oder nicht. Dies hat etwas mit Machtgebärden zu tun; wer „aufsitzt“, beweist seine Stärke und Rangfolge im Rudel, wer aufsitzen lässt, gibt zu, der schwächere zu sein. Oftmals entstehen hier gefährliche Situationen, denn nicht läufige Hündinnen oder selbstbewusste Rüden lassen den „Rammler“ gern einmal spüren, dass sie mit dieser Handlung alles andere als einverstanden sind und setzen sich mit angriffslustigem Knurren und sogar Bissen zur Wehr.

Hund und Katz‘

Katzen unter sich beschnuppern sich auch oftmals, wenn sie sich treffen, zum Beispiel wenn sie zu unterschiedlichen Zeiten vom Freigang heimkehren. So viel Aufheben, wie zwei oder mehrere Hunde machen die Samtpfoten allerdings nicht.

Weitaus interessanter ist es, wenn die Katze vom Spaziergang heimkommt und der Hund sie begrüßt – oder die Katze bereits wartet, wenn Bello heimkehrt. Der Hund beschnuppert die Katze, wie auch die Artgenossen auf der Wiese – am Hintern, am Maul und überhaupt, getreu dem Motto: Wo kommst du her, wo warst du, was hast du gegessen? Nicht jede Katze duldet dies – der Hund wird es aber instinktiv immer wieder probieren, selbst, wenn er sich manche Pranke auf der Nase und etliches Fauchen bieten lassen muss.

 


 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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