Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

16.06.19

animal-12843078a0da

Hundewelpen stubenrein bekommen - So einfach ist es!

Stubenrein zu werden, ist ein Prozess, den ein Welpe langsam und mit Geduld erlernen muss. Das funktioniert nicht von jetzt auf gleich, sondern in der Zeit einiger Wochen, in denen es trotz aller Malheurs liebevoll zugehen muss, um die Bindung und das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter nicht zu beeinträchtigen. Meist sind es menschliche Fehler, die das Stubenrein-Werden verzögern oder verhindern. Letztendlich sind es aber nur einige wenige Regeln, die beachtet werden müssen, damit das Erwünschte mittelfristig und dann für ein Leben lang funktioniert.

Merke: Selbst Hunde, die aus Zwingerhaltung und widrigsten Verhältnissen befreit werden und dann in ein neues Zuhause kommen, können es nach dem Belohnungsprinzip noch lernen, stubenrein zu werden – auch in fortgeschrittenem Alter. Niemals mit Strafen, aber mit Liebe und Gedud.

Anzeichen: Mein Hund „muss“

Geht die Nase zu Boden und schnüffelt sich der Hund am Boden entlang, sucht er nach einem geeigneten Plätzchen, um dort Wasser zu lassen. Beim großen Geschäft sucht er auch zunächst mit der Nase, fängt dann an, sich zu drehen. Das sind die Momente, in denen der Hund sofort nach draußen muss. Also unter den Arm und in den Garten oder an die Leine und raus.

Abbruch und Bestätigung: Kommandos, die verstanden werden

Gleich zu Anfang des Zusammenlebens müssen sich Hundebesitzer Kommandoworte überlegen – solche für Fehler und falsche beziehungsweise unerwünschte Handlungen, aber auch jene für Bestätigung, zum Beispiel „Fein!“ – Letzteres klingt für den Hund ähnlich wie „Nein!“, also muss sich der Tonfall und Stimmfarbe so deutlich unterscheiden, dass das Tier den Unterschied sofort bemerkt. Es macht Sinn, sich auf wenige, klare Kommandos zu beschränken und diese mit der Zeit zu erweitern. Nimmt man zum „Nein!“ den erhobenen Finger und gibt zum „Fein!“ ein Leckerli und streichelt den Kopf, ist der Lerneffekt noch größer. Irgendwann reicht der erhobene Finger, um zu zeigen, das darfst Du nicht.

Das „Nein!“, das ertönt, wenn Sie den Hund beim Anzeichen für sein Vorhaben erwischen, muss bestimmt und in tiefer Stimmlage ertönen. Unterbrechen Sie die Situation sofort, damit er weiß, er macht etwas falsch. Nehmen Sie ihn unter den Arm oder sofort an die Leine und gehen Sie umgehend dorthin, wo er sein Geschäft verrichten darf und soll. Sorgen Sie dafür, dass er möglichst keine Ablenkung hat, zum Beispiel kein Spielzeug das Interesse weckt. In dem Moment, in dem der Hund beginnt, sein großes oder kleines Geschäft zu verrichten, loben Sie überschwänglich und mit liebevoller Stimme. Nicht mit Wortschwall und langen Reden, sondern mit dem Namen und der Verbindung mit dem „Fein!“, das er bald sehr schätzen wird. Gibt es nun noch ein Leckerli und eine Streicheleinheit, hat der Hund durch diese weitere Bestätigung eine sehr positive Erfahrung mit dem draußen Geleisteten.

Für Hundebesitzer, die mit dem Klicker arbeiten, versteht es sich von selbst, dass bei Erfolg geklickt und ein Leckerli gegeben werden muss.

Die ersten Tage und Wochen sind entscheidend

Solange der Hund sein Bedürfnis nicht selbst meldet, brauchen Sie viel Zeit und immer eine Person, die regelmäßig nach draußen gehen kann. Vom ersten Tag an, denn einen Bonus für Neuankömmlinge darf der neue Mitbewohner nicht erhalten. Am Anfang ist dies recht häufig: Nach dem Füttern und Trinken, nach jedem Schläfchen und nach einer tollen Spiele-Runde kommt eine Gassi-Runde, die allerdings wirklich nur der Erleichterung dienen sollte. Anzeichen zwischendurch sind nervöses Fiepen, aufgeregtes Zur-Türe-Rennen, Kreiseldrehen und sonstiges Heischen um Aufmerksamkeit. Vor dem abendlichen Zubettgehen muss der Vierbeiner nochmal raus und in der Nacht am Anfang auch einige Male – wobei hier und auch tagsüber die Abstände mit der Zeit und zunehmendem Training immer größer werden. Anfangs sollte der Hund des Nachts daran gehindert werden, seinen Schlafplatz zu verlassen, zum Beispiel indem er in einer Box oder ausreichend großen Schachtel nächtigt. Diese wird er nur in äußerster Not beschmutzen und sich deutlich hörbar bemerkbar machen.

Die wichtigsten Regeln kurz zusammengefasst:

  • Loben und belohnen Sie jeden Erfolg
  • Ein bestimmtes Nein statt wortreiches und lautes Schimpfen
  • Ahnden Sie Fehler nicht nachträglich!
  • Niemals schlagen!
  • Nicht die Nase eintunken!

Unterscheiden Sie zwischen Spaziergang und Verrichten der Notdurft – Spazieren macht Spaß, der Rest muss für den Hund langweilig und kürzest möglich sein.

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

Der BUBECK Blog

Wissen rund um Hunde, Katzen und gesunde Ernährung

Blogs filtern

bubeck-havaneser-hund-waldweg2a971

Auf der Suche nach einem passenden Familienhund landen viele Menschen beim Havaneser, da dieser viele positive Eigenschaften mit sich bringt, die ihn als Begleithund auszeichnen, dem es kaum zu turbulent werden kann. Auch zusammen mit Kindern oder anderen

bubeck-chow-chow-hundc9b1f

Als unerfahrener Hundehalter einfach loszugehen, um einen Chow Chow zu kaufen, ist nicht selten ein Fehler, unter dem Mensch und Tier dann leiden, solange sie zusammen leben. Die Hunderasse hat einen sehr besonderen Charakter, mit dem man umzugehen lernen

bubeck-hunde-auto1b514

Ein wahrer Freudensprung – und schon sitzt der Familienfreund auf vier Pfoten erfreut in seiner Transportbox. Auf zu neuen Abenteuern, zu Spaziergängen in toller Natur! Das ist leider in vielen Familien Wunschdenken, da ihre Hunde Angst vor dem Autofahren

bubeck-tierarzt04599

Über viele Jahrhunderte waren Hunde reine Nutztiere – wenn ein Tier krank war oder dem Tod geweiht, war nur ein schneller Ersatz wichtig. Eine ärztliche Behandlung gab es höchstens in adeligen Haushalten, in denen die Hunde ein Statussymbol waren. Veterin

hund-und-katz-bubeck6b976

Gar nicht so selten leben Hund und Katze in einem Haushalt in einem zumindest toleranten, meist aber wirklich freundschaftlichen Miteinander. Menschen mit dieser Haustier Kombination haben sicher schon festgestellt, dass sich ihre Lieblinge in den Fress-G

wald-hund-bubeck39cec

Alle Menschen wissen mittlerweile über die Gefahr, die von Zeckenbissen ausgeht, Bescheid. Doch auch Hundehalter müssen wachsam sein und Zeckenbisse nach Möglichkeit vermeiden. Neben der FSME (Gehirnhautentzündung) kommt es beim Menschen häufig zur Infekt

fahrrad-hund-bubeck41ue8h4fmqcv490dd7

Das sind gute Vorsätze, die zunächst einmal sehr löblich klingen. Mensch und Hund bekommen auf diese Weise viel Bewegung an der frischen Luft und das ist ja bekanntlich gesünder, als alles andere auf dieser Welt. Jedoch ist es nicht ohne Risiko, sich vor

katzenklo99b5f

Einmal völlig weg von Marken, Verpackungen und Preisen geht es hier im Artikel rein um die Arten von Katzenstreu und deren Vorteile und Nachteile. Naturgemäß verrichtet die Katze ihre Geschäfte ja im Freien und sucht sich dort ein passendes Plätzchen aus.