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05.01.18

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Billiges Hundefutter kann gesundheitliche Folgen haben

Der Griff zu einem preisgünstigeren Hundefutter liegt durchaus nahe – warum soll man etwas teures kaufen, wenn das Discountpreis Produkt deutlich billiger ist und seinen Zweck (zunächst einmal) erfüllt: Der Hund, sofern ihm sein individueller Geschmack nicht im Wege steht, wird satt. Wir wollen hier das Discountfutter nicht schlechtreden; allerdings kann es durchaus vorkommen, dass die entschieden andere Herstellungsweise beziehungsweise die Inhaltsstoffe, die dem günstigen Verkaufspreis geschuldet sind, beim Hund unangenehme und sogar gravierende Konsequenzen nach sich ziehen.

Man könnte Hundefutter – oder Tierfutter ganz im Allgemeinen – durchaus mit Autos vergleichen. Wer sich eine Nobellimousine kauft, gibt dafür gutes Geld aus. Wie immer gibt es auch sehr günstige Alternativen zu den bekannten Marken – doch das einzige, was die beiden Fahrzeuge letztendlich gemeinsam haben, ist ihre Bezeichnung „Auto“ und die Tatsache, dass beides fährt. In jedem Winkel merkt man den Preisunterschied; die Verarbeitung der Sitze, die technische Ausstattung, die Neigung zu Rost und der Service in der Werkstatt: Einmal mehr, einmal weniger kommen die Qualitätsunterschiede zum Tragen. Nun kann man bei einem Auto die Folgen seines Handelns selbst erleiden. Verzichtet man auf die komfortablen Pluspunkte, kommt man auch von A nach B, ohne ein Statussymbol und mit weniger „Schick“, aber man kommt an. Beim Hundefutter ist es nicht ganz so einfach. Hier das Billigmodell zu wählen, betrifft in den Konsequenzen nicht den Käufer, sondern den Konsumenten – und das ist der Hund.

Alles ist gut, wenn man ein vergleichsweise unsensibles Tier sein Eigen nennt, das zum einen Appetit auf die Discountware hat und diese auch verträgt. Allerdings ist hier ein wachsames Auge von Nöten, denn es kann zu Beschwerden kommen, die zunächst gar nicht so wirklich auffallen. Eine Unverträglichkeit auf Nahrung oder einzelne Bestandteile müssen sich nicht gleich in lebensbedrohenden Krankheiten äußern. Es kommt beispielsweise erst mittelfristig in einem schleichenden Prozess zu Hautveränderungen. Erst, wenn man bemerkt, dass der Hund sich „plötzlich“ kratzt, sein Fell stumpf ist oder ausfällt, werden manche Hundehalter wach und beginnen mit der Ursachenforschung. Hier ist bereits längerfristig etwas im Argen; der Hund ist einseitig oder mangelernährt und das äußert sich erst nach einer gewissen Zeit. Es wird auch dauern, dies wieder in Ordnung zu bringen. Ursachenforschung durch einen Tierarzt kostet Geld – das man sich hätte sparen können, wenn man nicht am Futter gespart hätte.

Auch weniger schleichende Veränderungen zeigen sich – zum Leidwesen des Hundes. Schon nach der ersten Mahlzeit bekommt er im schlimmsten Fall Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen; nun fragt sich der Halter, ob das ein an der Umstellung von einem anderen Futter auf das aktuelle liegt oder eine Unverträglichkeit vorliegt. Zu lange sollte man die Antwort auf diese Frage nicht verschieben; bereits einige Tage mit Durchfall können den Hund austrocknen, er wird matt, antriebslos und ewig müde.

Niemand wird gezwungen, Qualitätsfutter für seinen Hund zu kaufen. Doch gehört es zur Verantwortung des Halters, die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen aufmerksam zu studieren und sich zu informieren, was sein Hund überhaupt zur Basisversorgung für ein gesundes Leben zu sich nehmen muss. Eventuell kann durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden, was das Tier noch zusätzlich zum Sattmacher benötigt. Ein Futter mit Duft- und Lockmitteln, Konservierungsstoffen und Co. ist ebenfalls Entscheidung des Tierhalters, die sicherlich nicht den sofortigen Tod des Tieres nach sich zieht. Tatsache ist aber:

  • Von einem hochwertigen, gehaltvollen Futter braucht man weniger Menge: Das relativiert den Preis schon einmal ungemein.
  • Sensible Hunde leiden nicht unnötig und das ist jeden Cent wert.
  • Gesundheitliche Konsequenzen müssen vom Tierarzt und mit Medikamenten behandelt werden. Geld, das gar nicht ausgegeben werden muss, wenn die Ernährung ausgewogen, auf Rasse und Individuum angepasst und gesund ausgewählt wird.

 

Über den Autor

Kai Nagel – Geschäftsführer bei R.Bubeck & Sohn

Kai Nagel ist Geschäftsführer der ältesten Hundefutter-Manufaktur der Welt, Bubeck, die seit 1893 besteht. Geboren in eine Familie mit einer tiefen Verwurzelung in der Landwirtschaft und der Tierernährung, bringt Kai über 50 Jahre Erfahrung und ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden mit. Seit die Familie Nagel die traditionsreiche Firma 1982 übernommen hat, setzt Kai die Vision fort, hochwertige Hundefutterprodukte zu entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden von Hunden fördern. Mit seiner Leidenschaft für die Tierernährung und seinem umfangreichen Wissen teilt Kai in seinen Blogartikeln wertvolle Tipps und Einblicke, um Hundehaltern zu helfen, die bestmögliche Ernährung für ihre Vierbeiner zu finden. Bubeck füttert die Hunde!

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